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Jagdterrier gefunden?

Ein Hund ohne Halsband und Telefonnummer muss nicht immer ausgesetzt sein! Durch den starken Jagdtrieb kommt es häufiger vor, dass ein Jagdterrier beim Spaziergang seinem Besitzer entwischt. Die meisten DJTerrier sind sehr menschenfreundlich und werden dann gerne von anderen Spaziergängern mitgenommen. Hat der Hund kein Halsband an, wird dann oft davon ausgegangen, dass er ausgesetzt wurde. Oft werden auch Terrier mit stark vernarbten oder sogar noch blutenden Verletzungen gefunden (besonders häufig an der Nase), der erste Gedanke beim Finder ist dann oft: "Dieser Hund wurde misshandelt, den gebe ich nicht wieder zu seinem Besitzer zurück!"
Die Verletzungen stammen aber nicht vom Besitzer, sondern von Fuchs, Dachs oder Wildschwein. Das grösste und tollste Erlebniss für einen Jagdterrier ist es zu jagen, oft ohne Rücksicht auf Verletzungen. Dem Besitzer kann man keinen Vorwurf machen, er hat es dem Hund nicht beigebracht, diese Veranlagung hat fast jeder DJT.

Schauen Sie bei einem Fundhund bitte immer unbedingt in den Ohren nach einer Tätowierung! Bei Hunden aus deutscher Zucht ist diese im rechten Ohr zweistellig (ältere Hunde 50er-Nummern, jüngere 60er-Nummern ) und im linken Ohr dreistellig. Schweizer Hunde haben rechts eine dreistellige Nummer und links zweistellig das Geburtsjahr (z.B. 05 für das Jahr 2005). Bitte rufen Sie mich an (Tel.: 07023/957435) und geben mir die Nummer durch, auch wenn sie schlecht lesbar ist, manchmal kann man die Nummer sogar auf einem Digitalfoto besser sehen, als direkt am Hund.
 

Diva vom Habsburgwald

Jagdterrier gehören zu einer der wenigen Jagdhunderassen, die bis heute rein auf jagdliche Leistung gezüchtet werden. Das heißt es gibt keine reinen Schönheitszuchten, somit haben alle Jagdterrier bis auf sehr wenige Ausnahmen einen sehr ausgeprägten Jagd- und Beutetrieb. Genau aus diesem Grund werden Jagdterrier von verantwortungsbewussten Züchtern auch nur in Jägerhände abgegeben. Wenn der Jagdterrier geistig und körperlich ausgelastet ist, ist es ein führiger und kooperativer Hund. Wird er nicht gefordert und kennt durch mangelnde Erziehung keine klaren Grenzen landet er oft im Tierheim und auf unserer Vermittlungsseite. Oft wird ein Hund unüberlegt angeschafft und sobald die ersten Probleme auftauchen wird er abgeschoben. Die meisten Hunde hier auf unseren Vermittlungsseiten haben keine Papiere und wurden an Nichtjäger ohne große Vorüberlegungen abgegeben bevor sie dann im Tierheim landeten.

Ein Jagdschein alleine qualifiziert einen Menschen allerdings nicht zum guten Hundeführer. Auch hier bedarf es einiger Erfahrung um mit den intelligenten arbeitsfreudigen Terriern einen netten Begleiter zu haben.

Irina König 2009

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